Ultra-Mobile PC “Origami” Special

Es handelt sich hier um einen Ultra-Mobile PC (UMPC). Man mag sich fragen, was daran das Besondere sei – schließlich sind auch Tablet-PCs und PDAs super mobil. Aber die Kunst diesmal liegt in der perfekten Symbiose beider Gerätearten.

Die ultra-mobile Zukunft?

umpc-1Ein UMPC, zu dem Microsoft die Software stellt und andere namhafte Hersteller wie Asus oder Samsung die Hardware bauen, wiegt gerade einmal ein knappes Kilo, aber ist mit einem 7 Zoll Touch-Screen ausgestattet, der nicht nur per Stift, sondern auch mit der Hand zu bedienen ist. Zudem sind alle denkbaren Kommunikationsschnittstellen vorhanden. So wundert es nicht, dass der Online-Zugang per integrierten W-LAN hergestellt und eine Tastatur per Bluetooth oder USB angeschlossen werden kann. Eine Tastatur ist jedoch Dank einer auf dem TouchScreen durchsichtig eingeblendeten virtuellen Tastatur nur bei längeren Texten von Nöten. Diese lässt sich dennoch intuitiv mit zwei Händen bedienen. Wer dies nicht möchte, kann natürlich auch auf dem Touch-Screen in Handschrift schreiben und die bemerkenswert gut funktionierende Schrifterkennung benutzen.

Man mag nun vielleicht anmerken, dass ein PDA das alles bisher auch konnte, mal von dem 7 Zoll Breitbild-Display (800×480 Pixel) abgesehen, aber das wirklich bemerkenswerte ist, dass das Gerät mit einer normalen Windows XP-Version (ab Herbst dann auch mit Windows Vista) läuft, auf der dann eine spezielle UMPC-Erweiterung läuft, die die weitere Funktionalität zur Verfügung stellt. Auch die Hardware-Daten gehen eher in Richtung eines normalen Rechners. So liefen die vorgestellten UMPCs mit dem Ultra-Low-Voltage Celeron M mit 900MHz und boten teilweise integrierte DVB-T Tuner, Fingerabdruckscanner, TPM-Module, Webcam oder sogar GPS an.

Noch mehr praktische Nutzen

Somit wird klar, dass man nicht auf speziell für Mobile-Geräte entwickelte Software ausweichen muss, sondern jede beliebige „normale“ Software benutzen kann. Einbußen im Programmumfang der Tablet-PC-Versionen sind somit Schnee von gestern. Er ist eben das, was der Name schon sagt: Ultra-Mobile.

Anwendungsgebiete kann man sich dafür viele vorstellen: Sei es das gemütlich Schauen eines Films, das Mitschreiben des Unterrichts in der Schule/Uni per Handschrifterkennung, das Surfen im Internet von der Couch aus, das Fernsteuern des Multimedia-Servers oder das Zeigen einer Präsentation, was Dank des VGA-Ausgangs auch kein Problem ist. Beim letzten Beispiel ist jedoch vor allem auch interessant, dass Kommentare Dank des Touch-Screens direkt auf die Präsentation ergänzt werden können. Wer hat sich das bei einem Vortrag nicht schon einmal gewünscht?

asus umpcMeistens schreckt einen aber der Preis gerade bei Neuvorstellungen erst einmal ab. Umso mehr verwundert es jedoch, dass dieser Ultra-Mobile PC in Buchgröße schon bei der Einführung in den nächsten Monaten für teilweise deutlich unter 1000€ zu erhalten sein wird.
Er wird zwar kein Ersatz für den Highend-Spiele-PC sein, aber als zweites Gerät ist er durchaus eine sehr überlegenswerte Alternative zu einem Tablet-PC oder einem PDA.

Wir dürfen gespannt sein, was den Microsoft-Strategen in Zukunft noch alles einfällt. Auf der CeBIT ist jedoch der Funke für dieses Produkt übergesprungen, auch wenn gerade einmal drei Geräte von amerikanischen Mitarbeitern vorgestellt wurden. Microsoft ist nun mehr als nur ein Betriebssystem- oder Spielekonsolenhersteller: Microsoft  ist ein Ideenlieferant für weitere Schritte in eine ultramobile Zukunft.

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